Berufung in den Deutschen Ethikrat

Zum 30. April 2020 wird Philosophieprofessor Julian Nida-Rümelin von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble in das Gremium des Deutschen Ethikrates berufen. 

Zusammen mit weiteren interdisziplinären Expertinnen und Experten wird Professor Julian Nida-Rümelin zum 30. April in den Deutschen Ethikrat berufen. Der Philosoph und ehemalige Kulturstaatsminister lehrt seit 2004 Philosophie und politische Theorie an der LMU. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble folgt mit der Berufung Nida-Rümelins dem Vorschlag der SPD-Fraktion. Teil des 24-köpfigen Gremiums des Ethikrates, bestehend aus elf Frauen und 13 Männern, sind unter anderem der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und die evangelische Regionalbischöfin und Autorin Petra Bahr, wie der Ethikrat am Mittwoch mitteilte. Die erste Sitzung des neu zusammengestellten Gremiums soll am 28. Mai in Berlin stattfinden.

Der Deutsche Ethikrat ist ein unabhängiges Sachverständigengremium und wurde 2008 geformt. Er bearbeitet ethische, gesellschaftliche, naturwissenschaftliche, medizinische und rechtliche Fragen sowie die voraussichtlichen Folgen für Individuum und Gesellschaft, die sich im Zusammenhang mit der Forschung und den Entwicklungen insbesondere auf dem Gebiet der Lebens­wissenschaften und ihrer Anwendung auf den Menschen ergeben.

Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere die Information der Öffentlichkeit und die Förderung der Diskussion in der Gesellschaft, die Erarbeitung von Stellungnahmen sowie von Empfehlungen für politisches und gesetzgeberisches Handeln für die Bundesregie­rung und den Deutschen Bundestag und darüber hinaus die Zusammenarbeit mit nationalen Ethikräten und vergleichbaren Einrichtungen anderer Staaten und internationaler Organisationen.

 
 

 

Veröffentlicht in Allgemein, Presse