Göttinger Kongress für Erziehung und Bildung

Viele KiTas und Schulen haben sich bereits auf den Weg zu inklusiven Einrichtungen gemacht. Sie stellen sich der gewaltigen Herausforderung, das Grundrecht auf Schutz der Würde und der Gleichberechtigung umzusetzen. Zur Kultur inklusiver Bildungseinrichtungen gehört es, Anerkennung und Wertschätzung von Unterschiedlichkeit als etwas Selbstverständliches zu betrachten. Zu einer umfassenden Pädagogik der Vielfalt ist es allerdings noch ein weiter Weg. Hier setzt der Kongress an und bietet wichtiges Hintergrundwissen und konkrete Hilfestellungen zur Erreichung der gesetzten Ziele.

Für die Verwirklichung der Inklusion braucht es neben einem langen Atem gute Konzepte und eine entsprechenden personelle, räumliche und sächliche Ausstattung – sonst besteht die Gefahr, dass die Umsetzung für die betroffenen Kinder und ihre Bezugspersonen nicht gut ausgeht. Inklusion kann erst dann vollends zur Realität werden, wenn sie nicht als Sparmodell verstanden wird und angemessene Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt werden. Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, für die sich viele Menschen auf verschiedensten Ebenen engagieren müssen.

goekeb_programmflyer_kleinIn diesem Sinne bewegt sich der Prozess der Inklusion in einem ausgeprägten Spannungsfeld und trifft ständig auf die „alltägliche Unvollkommenheit“. Kritisch ist daher zu überprüfen und auszuloten, was schon unter den gegebenen Voraussetzungen umgesetzt und wie die Inklusion dadurch neuen Schwung erhalten kann. Dies ist auch Thema des Auftaktvortages von Prof. Dr. Annedore Prengel, der Begründerin einer „Pädagogik der Vielfalt“. In vielen weiteren Vorträgen und praxisorientierten Workshops werden die vielfältigen Facetten der Inklusion beleuchtet und konkrete Handlungsoptionen aufgezeigt. Eingerahmt wird der Kongress durch einen „Markt der Möglichkeiten“.

Der Kongress wird in Kooperation mit dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) durchgeführt und vom Beltz-Verlag, der Stadt und Universität Göttingen und der Bildungsregion Göttingen unterstützt. Julian Nida-Rümelin hat die Schirmherrschaft übernommen.

Programm des Kongress (PDF)

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