Kongress “Werte und Politik” der Friedrich Ebert Stiftung 18./19.10.2012

+++ Live-Stream des Kongresses “Werte und Politik” +++

Am 18. Oktober 2012 moderiere ich um 19 Uhr auf dem Kongress der Friedrich-Ebert-Stiftung 2012 das gleichnamige, öffentliche Panel mit Philosophieprofessorin Prof. Dr. Susan Neiman und Sigmar Gabriel, MdB.

Der Kongress findet vom 18 bis 19. Oktober in Berlin statt, wird aber auch als Livestream im Internet übertragen (Link)

Politik braucht klare Orientierung. Gut begründete Werte sind die Voraussetzung für überzeugende und kohärente Politik. Die Friedrich-Ebert-Stiftung will die Wertedebatte beleben: Was bedeuten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität heute? Worin unterscheidet sich das Werteverständnis der Sozialen Demokratie von anderen politischen Strömungen? Und bracht Politik überhaupt Werte? Am 18. und 19. Oktober diskutieren wir diese und viele andere Fragen auf der Veranstaltung „Werte und Politik – Der Kongress der Friedrich-Ebert-Stiftung 2012“ in Berlin. Mischen Sie sich im Livestream in die Debatte ein!

Zum Kongress habe ich einen Text als Grundlage der Debatte verfasst:

Freiheit und Gleichheit sind die beiden miteinander verkoppelten Grundnormen der im Zuge der Aufklärung sich herausbildenden europäischen Demokratien. Die Verbindung von Freiheit und Gleichheit charakterisiert Julian Nida-Rümelin in diesem Beitrag für die OnlineAkademie als das normative Fundament der politischen Moderne. Gleich seien wir als Vernunftwesen, die Würde und die Autonomie sichernde Freiheit des Menschen seien je individuell gleich – es gebe nur gleiche Freiheit oder keine Freiheit. Unser Autor diskutiert drei “Angriffe” auf die Verbindung von Freiheit und Gleichheit. Der erste, der “libertaristische”, gehe prinzipiell von der Unvereinbarkeit von Freiheit und Gleichheit aus und räume der Freiheit die absolute Priorität ein.

Der kommunistische dagegen gehe zwar ebenfalls von der Unvereinbarkeit von Freiheit und Gleichheit aus, räume jedoch der Gleichheit die Priorität ein. Der “solidaristische” bezeichne sich als “non-egalitär” und glaube, auf die Gleichheit als Grundnorm verzichten und sie durch eine karitativ orientierte Solidarität ersetzen zu können. Dieser Essay hat das Ziel zu zeigen, dass sich keine dieser drei philosophischen, sich auch politisch-praktisch auswirkenden intellektuellen Bewegungen überzeugend belegen lässt, da sie nicht auf dem normativen Fundament der Demokratie basieren – auf der gleichberechtigten Verbindung von Freiheit und Gleichheit.

Eine weitere Grundlage bietet der Text [download format=”2″ id=”40″]

Veröffentlicht in Allgemein, Politik